
Der Mensch will mobil sein und so baut er Strassen, Bahnlinien und Brücken kreuz und quer durch die Landschaft. Unzufrieden mit dem Bild installiert er Kunstwerke, Sitzbänke und definiert Naturschutzzonen, um die urbane Stress- zur Erholungszone zu transformieren.
So oder ähnlich entwickelt sich die urbane Peripherie vielerorts; zum Beispiel bei der Autobahnverzweigung Wiese in Basel im Grenzgebiet. Schafe weiden neben der Autobahn, ein Rentnerpaar sammelt Abfälle an der Flussböschung und ein Kunstwerk muss dem Bau einer neuen Eisenbahnbrücke weichen. Die Baustellen werden immer mehr, sogar ein neuer Autobahntunnel soll gebaut werden.
Der Filmemacher Marcel Scheible betrachtet die urbanen Transformationsprozesse im Spannungsfeld unserer stetig wachsenden Verkehrsinfrastruktur und unseres Strebens nach einer lebensfreundlichen Umgebung. Er geht der Frage nach, welche Kräfte am verkehrsreichen Stadtrand wirken. Die merkwürdigen Dreiecke zwischen den Verkehrswegen werden unverhofft zur Bühne, denn der vielschichtige Durchgangsort ist zugleich kultureller, sozialer und politischer Raum.
Der Dokumentarfilm «Merkwürdige Dreiecke» hält dem hektischen Treiben ausharrende Beobachtung entgegen und entdeckt auf kleinster Fläche ein kaleidoskopisches Bild unserer Zeit.


Buch, Regie und Kamera Marcel Scheible
Produktion point de vue Basel
Produzentin Lea Fröhlicher, point de vue Basel
Die Entwicklung wird unterstützt von:
Fachausschuss Film und Medienkunst der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft
Lucius und Annemarie Burckhardt Stiftung
Empirische Kulturwissenschaft Basel (Legat Liebl)
















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